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  • Thomas Schiffer

Auswirkung von ‚Erwartungen‘ in menschlichen Liebesbeziehungen‘

Aktualisiert: Aug 20

2. Teil der Beitrags-Trilogie über menschliche Liebesbeziehungen


Erwartungen


Wie in meinem letzten Beitrag angekündigt, möchte ich euch nun den 2. Teil zum Lesen geben, der sich mit dem Begriff ‚Erwartung‘ und deren Auswirkung in einer menschlichen Liebesbeziehung näher befasst.


Von Erwartungshaltung spricht man dann, wenn ein oder auch beide Partner eine bestimmte Vorstellung davon haben, wie der jeweils andere sein und sich verhalten soll.


Aber auch Sätze wie "Ich brauche dich." oder "Ich kann ohne dich nicht leben.", sind mit höchsten Erwartungen verbunden. Oft führt das sogar so weit, dass die betreffende Person das ganze Denken und Tun auf den Partner ausrichtet und die eigenen Interessen und Freundschaften dabei vernachlässigt. Dahinter steckt letztlich die in der Regel unbewusste tiefe Glaubensüberzeugung: Habe ich die Liebe erst einmal im Außen gefunden, dann kann ich mich auch selbst lieben. Und je mehr Liebe ich dem Partner gebe, desto stärker wird die Liebe meines Partners zu mir sein und umso größer wird meine Selbstliebe.


Wenn jemand die eben erwähnten oder ähnliche Sätze ausspricht oder denkt, so überträgt er die Eigenverantwortung für sein Leben zumindest teilweise auf den Partner und bürdet diesem dadurch einen sehr hohen Verantwortungsdruck auf, der im Laufe der Zeit Stück für Stück weiter zunimmt. Damit ist der Keim für ein (plötzliches) Ende der Beziehung ist gelegt.


Generell üben Erwartungshaltungen, gleich welcher Art, immer Druck auf den Partner aus.